„Alles ¬†ist ¬†Wechselwirkung“ Alexander von Humboldt
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theoretische Einleitung


Unser Fühlen und Denken, Verhalten und Handeln folgt zumeist Schemata und kulturell erworbenen Orientierungsmustern. Diese Muster werden nachhaltig in einzelnen, entwicklungsspezifischen Stufen erworben und bilden die individuelle Grundlage des Handlungsrahmens eines Menschen.

In der Arbeitswelt ist der Mensch gefangen im Regelwerk gewachsener Strukturen und zunehmend beginnen wir festzustellen, dass diese Strukturen häufig nur zum Selbstzweck aufrechterhalten werden. Die daraus resultierende Ernüchterung führt zur Frustration, zum Rückgang von Motivation und Kreativität. Eine der Folgen ist blindes Klammern an Besitzständen und Positionen. Dies führt gerade in der Zusammenarbeit von Menschen, und in deren Führung, zu erheblichen Verlusten an bestehenden Energien und Potentialen.

Noch immer sind Strukturen dieser Art weit verbreitet und auf der Basis des Glaubens an ‟Das war schon immer so und bisher hat es gut funktioniert‟ werden auch Heute noch Unternehmungen geführt. In diesem Glauben an eine innere, subjektive Wirklichkeit wird diese von der äußeren Realität überholt. Den Glauben an die fest umrissene Grundlage einer Theorie nennt man Paradigma (griech.). Stimmt ein Paradigma nicht mehr mit der umgebenden Realität überein, muss es angepasst oder durch Neue ersetzt werden.

Fehlen Problemlösungskapazitäten, stellen solche Paradigmenübergänge Krisen dar. Diese Krisen können als Steuerungs- oder als Zielkrise definiert werden. Steuerungskrisen können z.B. durch die Veränderung oder den Austausch des Managements gelöst werden - Zielkrisen jedoch betreffen die Organisation einer Unternehmung als ganzes, also sowohl die Führung als auch die Organisation selbst.
Getreu der freien Übersetzung von Kybernetik: Steuermannskunst, werde ich mit Ihnen daran arbeiten, Möglichkeiten zur Bewältigung von Steuerungskrisen aufzuzeigen, Erfahrungen anzuwenden und Ansätze zur Handhabung von Zielkrisen zu entwickeln. Insofern definiert sich meine Funktion in diesem Prozess als Inspirator und Katalysator, als Wissensvermittler und Erklärender.